Hirschau. Heiße Rhythmen von Grögötz Weißbir, schmucke Prinzenpaare, mitreißende Showtänze der Kinder-, Jugend- und Prinzengarde, ein tanzfreudiges närrisches Volk – all das unter dem Motto „ABBA and the 80‘es“! Der Narrhalla-Ball 2026 war einfach mega!
„Hirschau OHO!“ Knapp sechs Stunden erscholl der Schlachtruf immer und immer wieder im bis auf den aller letzten Platz ausverkauften Josefshaus. Dank Narrhalla-Präsidentin Regina Merkl ist Hirschau wieder eine Faschingshochburg, wie einst in den 1950er Jahren. Zu einem wahren Triumphzug geriet der von Hofmarschall Martin Merkl gleichermaßen dramatisch wie humorvoll moderierte Einmarsch der Matadoren. Vorneweg marschierten zackig in ihren weiß-blauen Kostümen die Kinder-, Jugend- und Prinzengarde, zwischendrin das Maskottchen Monti, gefolgt von den würdigen Herren des Elferrats und den feinen Hofdamen samt Präsidentin Regina Merkl. Sie freute sich über den überwältigenden Besuch und begrüßte besonders die Abordnungen der befreundeten Faschingsgesellschaften. Dann der große Moment – das Erscheinen der Prinzenpaare! Das närrische Volk im Saal erhob sich und begrüßte mit stürmischem Applaus das Kinder-Prinzenpaar Leopold I. und Prinzessin Lona I.. Der Applaus schwoll weiter an, als seine Tollität Prinz Andy I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Jessica I. mit majestätischen Schritten den Saal betraten. Ob klein oder groß – die Hoheiten waren in ihrem in Pink gehaltenen Ornat ein echter Hingucker! Souverän und selbstbewusst wandten sie sich in Versform an ihr Publikum. Prinz Leopold I. befand kess „Fasching ist cool“ und Prinz Andy I. sah in ihrer Lieblichkeit Jessica I. – wohl dem ABBA-Motto folgend – seine „Dancing Queen“. Genau zu diesem Abba-Hit legten beide Prinzenpaare einen flotten Ehrentanz aufs Parkett. Zu einem solchen wurden auch die Prinzenpaare der Gast-Faschingsgesellschaften auf die Tanzfläche gebeten. Der Saal bebte dann förmlich, als die Kinder- und anschließend die Jugendgarde ihre exakt einstudierten Gardetänze präsentierten. Dann gehörte das Tanzparkett für eine gute halbe Stunde den vor Tanzfreude strotzenden Närrinnen und Narren im Saal. Grögötz Weißbir heizte ihnen bei den Tanzrunden gehörig ein. Die Showtänze der Kinder- und Jugendgarde entführten das begeisterte Publikum mit ihren Showtänzen zurück in die 1980er Jahre. Ganz im Stil der Epoche gekleidet mit Leo Leggings, neonfarbenen Futurkostümen oder lässigen Jogginganzügen performte die Kindergarde in schwungvoll zu Hits wie „I’m gonna be“ von den Proclaimers oder „99 Luftballons“ von Nena. Die Jugendgarde zog das Publikum mit perfekt inszenierten Schritten und Figuren zu Songs wie „Absolutely Everybody“ oder „Bruttozozialprodukt“ von Geier Sturzflug in ihren Bann. Mit tosendem Beifall erzwang das restlos begeisterte Publikum von beiden Garden ebenso hervorragend präsentierte Zugaben.
Nach erneuten Tanzrunden für alle Ballbesucher erreichte der Ball mit dem Showauftritt der Prinzengarde einen absoluten Höhepunkt. „ABBA pur“ war nun angesagt! Die acht pink-lila kostümierten jungen Damen brachten den Saal zum Kochen mit ihre ausdrucksstarken. Perfekt einstudierten Interpretation von Hits wie „Souper Trouper“, „Mamma Mia“, „Voulez-Vous“ oder „Waterloo“. Mit Madonnas „Hung up“ setzten die Mädels als Zugabe ein weiteres, umjubeltes Highlight. Wer gedacht hatte, nun sei das Showprogramm zu Ende, der hatte sich getäuscht. Kurz nach Mitternacht gab es einen „Special Act“ – einen Karaoke-Auftritt von Hermann Daller und Saskia Krügelstein. Sie schossen den Vogel ab, als sie in die Rollen von Roland Kaiser und Maite Kelly deren Song „Warum hast du nicht nein gesagt“ herzzerreißend zum Besten gaben. Die nicht enden wollenden Zugabe-Rufe erfüllten beide mit einer Wiederholung ihres Auftritts. Dermaßen in Stimmung schwangen die Närrinnen und Narren noch lange das Tanzbein. Die „Eisernen“ hielten es bis nach 3 Uhr bei dem einen oder anderen „Rüscherl“ noch ganz gut aus. Zum Super-Erfolg des Balles leisteten die Mitglieder des Festspielvereins mit der Bewirtung mit Speisen einen hervorragenden Beitrag.