Krickelsdorf. Die 165 Jahre alte Krickelsdorfer Kapelle ist der Allerheiligsten Dreifaltigkeit geweiht. Daher feiert das Dorf seit 1970 rund um den Dreifaltigkeitssonntag Kirchweih – auch heuer. Und die Kirwa „wor einfach schöi wöi alle Johr“.
Zur Freude der Veranstalter KLB und KLJB war das Wetter besser als erwartet. Alles andere passte sowieso bestens: Zünftig aufspielende Musikanten, 15 blitzsaubere Kirwapaare, schmackhafte Speisen und ein großer Gästeandrang auf dem Areal rund um Teresa Staubers Bierwirtschaft „Zur Linde“. Begonnen hatte das Brauchtumsfest am Samstagnachmittag mit dem Aufstellen des 27 Meter hohen Kirwabaumes. Unter der Regie von Bernhard Wiesmeth wurde die Prozedur mit Hilfe eines Autokrans bewerkstelligt. Für die Zuschauer gab es derweil Kaffee und Köichln, Bratwürstln vom Grill, Sauerkraut und kühle Getränke. Am Abend sorgten „D’Übler Boum“ für Stimmung im gut besetzten Biergarten. Dass ihre Kirwa für die Krickelsdorfer ein christliches Fest ist, zeigte sich am Sonntag beim Festgottesdienst. Stadtpfarrer Johann Hofmann zelebrierte ihn auf dem Dorfplatz. Für die Kirwaburschen und Kirwamoidln war es selbstverständlich, die Messe mitzufeiern. In seiner Predigt hob Pfarrer Hofmann die Bedeutung des Ehrenamtes und des Gemeinschaftsgeistes hervor. Das Krickelsdorfer Kirchweihfest sei ein gutes Beispiel für den Zusammenhalt. Nach der Messe herrschte im Linde-Garten beim Frühschoppen und Mittagessen Hochbetrieb. Die Gäste ließen sich den Braten des Partyservice Ulrich zu den Klängen des Trios „Huschscha“ schmecken. Höhepunkt des Sonntags war das Baumaustanzen. Als die 15 Kirwapaare aufmarschierten, säumten trotz leichten Regens gut einhundert Zuschauer den Dorfplatz. Zu den Klängen des Quintetts „S‘Vilsblech“ glänzten die Boum und Moidln mit ihren Tänzen, die Sonja Ringer einstudiert hatte. Perfekt beherrschten sie die „Schee Marie“, die „Stern- und Zigeunerpolka“, den „Boarischen“ und den „Feistritzer Landler“. Der Kirwawalzer endete mit der Krönung von Verena Piehler und Benedikt Dietrich zum Ober-Kirwapaar. Anschließend spielte „S’Vilsblech“ im Biergarten auf. Bis in die Nacht hinein herrschte beste Stimmung.
Am Montag ging es zunächst rund im Dorf beim Kirwabärtreiben. Schon bald strömten die Gäste in Scharen herbei. Sie sorgten in den Folgestunden dafür, dass Bratwürste und Sauerkraut genauso ausverkauft waren wie die Kuchen und Torten. Im Biergarten sorgten „d’Hundsboum“ für die musikalische Unterhaltung. Beim Verlosen des Kirwabaumes war Showmaster Wolfi Siegler wieder in seinem Element. Strahlendet Gewinner des von der Familie Schöpf spendierten Kirwariesen war Jonas Wiesmeth.