Weiher. In Weiher kann der Bau des Gemeinschafts- und Feuerwehrhauses endlich beginnen. Nachdem der Bau vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz mit 895 000 Euro gefördert wird, kann die Stadt Hirschau das Projekt stemmen.
Bei einem Ortstermin mit Ortssprecher Georg Ott und Vertretern der Weiherer Feuerwehr machten sich MdL Harald Schwartz und Bürgermeisterin Beate Dietrich ein Bild von dem Bauvorhaben, dessen Gesamtkosten auf ca. 1,6 Millionen Euro veranschlagt sind. Die angespannte Finanzsituation der Stadt ließ einen Baubeginn nicht zu. Bis vor wenigen Wochen war nur für den Feuerwehrhausbau vom Freistaat Bayern eine Fördersumme von 127 000 Euro zugesagt. Für den Bau des Gemeinschaftshauses gab es keine Zuschüsse. Den Bau hätte die Stadt mit eigenen Haushaltsmitteln finanzieren müssen. Diese Situation rief die CSU-Stadtratsfraktion und ihren Vorsitzenden Manuel Falk auf den Plan. Auf seine Initiative hin nahm sich MdL Harald Schwartz des Vorhabens an. Es erschien ihm förderfähig im Rahmen einer einfachen Dorferneuerung. Als potentielle amtliche Stelle, die Fördermittel bewilligen könnte, machte er das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz aus und arrangierte Ende Juli Ortstermine mit Vertretern des Amtes. Daran nahm neben Ortssprecher Georg Ott und Feuerwehr-Führungskräften auch Bürgermeisterin Beate Dietrich teil. Das Ergebnis: Nach gründlicher Prüfung kam Mitte August die Zusage des Amtes, für den Gemeinschaftshausbau im Rahmen einer einfachen Dorferneuerung Fördermittel in Höhe von 895 000 Euro zu gewähren. Ortssprecher Georg Ott wie Bürgermeisterin Beate Dietrich bedankten sich bei allen, die in den letzten Wochen dafür gesorgt haben, dass der Bau nun endlich Realität werden kann. Ott: „Ein Dorf lebt von der Gemeinschaft. Noch habe man das Gasthaus Schadl als Veranstaltungsort und Treffpunkt für örtliche Vereine und Stammtische. In absehbarer Zukunft müsse wohl das Gemeinschaftshaus diese Funktion übernehmen. Dann könnten sich dort die „Loiterlboum“ genauso treffen wie die Landfrauen Weiher-Kricklhof oder die Weiherer Kirwaleit. Auch Erntedankfeiern, politische Bürgergespräche und Info-Veranstaltungen könnten im Gemeinschaftshaus stattfinden. Im Gemeinschaftsraum stehen 75 Sitzplätze zur Verfügung. Im Sommer könne zusätzlich eine Terrasse genutzt werden. Daher ist der Bau des Gemeinschaftshauses für uns so wichtig.“ Mit Blick darauf, dass das 1959/1960 erbaute, 1977 erweiterte und 2007 renovierte Feuerwehrhaus heutigen Ansprüchen nicht mehr genügt, betonte Ott, dass die Feuerwehr zur Sicherstellung des Brandschutzes dringend neue Räume benötigt. Das Umfeld des Gebäudes wird so gestaltet, dass es sowohl von der Feuerwehr für Übungszecke als auch für das Abhalten von Festen genutzt werden kann.
Besonders bedankten sich Ortssprecher Ott und Bürgermeisterin Dietrich bei MdL Schwartz für seine Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. Dietrich: „Ohne diese Förderung wäre es für die Stadt angesichts der anstehenden Projekt wie Kindergarten und Schule nicht einfach geworden, den Bau zu finanzieren.“ MdL Schwartz dankte seinerseits allen Beteiligten. Schon beim ersten Termin sei ihm klar geworden, wie sehr das Dorf hinter diesem Projekt steht und wie wichtig es für die Dorfgemeinschaft ist. Das Gemeinschaftshaus trage den modernen Anforderungen an eine generationenübergreifende Nutzung durch die Weiherer Bevölkerung und Vereine Rechnung.