Burgstall. (u) „Oh Kirwa lou niat nou!" So lautet die Parole am kommenden Wochenende in Burgstall. In der politisch zur Stadt Hirschau und kirchlich zur Pfarrei Gebenbach gehörenden Ortschaft geht es ab Samstag, 11. Juli, drei Tage lang hoch her. Die 46. Burgstaller Kirwa wird gefeiert.
Am Samstagnachmittag stellen die Kirwaburschen den aus dem Gebenbacher Kirchenwald stammenden Kirwabaum auf dem Festplatz auf. Mit dem Festbetrieb geht es um 18.30 Uhr los. Ab 20 Uhr spielt im Festzelt die Gruppe „Huschascha“ zum Tanz auf und sorgt für zünftige Stimmung. Der Festgottesdienst wird am Sonntag (12. Juli) um 9.30 Uhr an der St. Martin-Dorfkapelle gefeiert. Er wird vom Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft zelebriert. Musikalisch gestaltet wird die Messe von der Gebenbacher Blasmusik. Sie unterhält die Gäste auch beim anschließenden Frühschoppen. Zum Mittagessen werden, wie an allen drei Kirwatagen, Grillschmankerln wie Steaks und Bratwürstl angeboten. Traditioneller Höhepunkt des Nachmittagsprogramms ist das Austanzen des Kirwabaums, musikalisch begleitet von den „Remerschnalzern“. Dazu werden die zehn Kirwapaare um 15.30 Uhr auf dem Festplatz erwartet. Als spektakuläre Dreingabe gibt’s dann einmal mehr eine Schouhplattler-Einlage der Kirwaboum, wieder einstudiert vom Neidaffer Sepp, mit bürgerlichem Namen Josef Richthammer. 2014 hatten ihn die Scharl-Zwillinge, seine AKW-Arbeitskollegen und Söhne von Ortssprecher Hans Scharl, angesprochen, ob er ihnen nicht für die Kirwa das Schouhplattln beibringen könnte. Josef Richthammer war und ist nämlich der Chef von „Neidaffer Plattl-Club“. Er ließ sich nicht lange bitten. Josef Richthammer erinnert sich: „A Rieseng’stell hob‘n die Burschen damals g’habt. Wir hob’n zwölf Prob‘n braucht, bis den Holzhackerplattler drin g’habt hob’n. Ich hob ja selba mittanzt.“ Am Sonntag, 13. Juli 2014, marschierten die Kirwaboum erstmals mit Äxten und Sägen bewaffnet auf dem Tanzboden auf. „Seit a poar Johr langa drei bis vier Prob’n as“, erzählt der Neidaffer Sepp.“ Noch nicht verraten wird, welcher Schouhplattler dieses Mal präsentiert wird. Anschließend sorgen die „Remerschnalzer“ bis in die Nacht hinein für die entsprechende Stimmung. Zum Kirwaausklang am Montag (13. Juli) herrscht ab Mittag buntes Kirwatreiben. Dazu sind besonders auch die Vertreter hiesiger Firmen und Behörden eingeladen. Am Nachmittag werden Kaffee, Kuchen und auch Käse angeboten. Abends spielt ab 19.30 Uhr die Gruppe „D’Barsprinter“ zum Tanz auf. Letzter Höhepunkt ist gegen 22 Uhr die Verlosung des Kirwabaumes und weiterer Sachpreise. Seit ein paar Wochen hat das Dorf mit Julia Matthies eine neue Ortssprecherin. Sie ist sich sicher, dass die Kirwa wieder eine pfundige, lustige Sach wird: „Bei und helfen alle Generationen z’samm. Ob jung oder alt, alle packen an!“ Für das leibliche Wohl der Gäste ist an allen drei Kirchweihtagen bestens gesorgt.