So eine große Familie war damals nicht einfach unterzubringen, in der Hummelmühle und dann in Kindlas fand man anfangs eine Bleibe. „Wir hatten anfangs nichts, hatten alles zurücklassen müssen blickt Elfriede Bosser zurück, wir Kinder hüteten auf Bauernhöfen, und halfen so ein wenig dabei über die Runden zu kommen“. Wie die Eltern es schafften, dass täglich was auf den Tisch kam, nötigt der Jubilarin noch heute großen Respekt ab. Der Vater fertigte die Holzschuhe in denen sich die Kinder bei jedem Wetter zur Schule von Kindlas nach Ehenfeld aufmachten.
Elfriede lernte in Hirschau ihren Ehemann Heinrich kennen, 1960 wurde Hochzeit gefeiert. Bereits 1962 begann mit viel Eigenleistung das Abenteuer Hausbau. Ihr Gatte, der vor 17 Jahren viel zu früh verstarb, war handwerklich sehr geschickt, die Eheleute stellten sogar zum großen Teil die Steine für den Bau selber her.
Elfriede Bosser war etwa 10 Jahre bei der Fa. Schildt und 20 Jahre bei der Fa. Conrad beschäftigt.
Sehr gern erinnert sich Elfriede Bosser an Urlaubsfahrten in AKW-Ferienheim in Lindau, oder Aufenthalte in dem Bergen. Ein Höhepunkt war dabei die Mehrtageswanderung von Maria Alm zum Königsee. Mit ihrem Mann und Freunden hatte sie viel Spaß beim Hobbykegeln.
Noch immer ist die Jubilarin die gute Seele der Familie, die neben Sohn Wolfgang derzeit im Kern zwei Enkel und Urenkel zählt. Die Amberger Zeitung gehört zum Tageslauf, wie das Lösen von Kreuzworträtseln. Die Zufriedenheit, die sie immer wieder ausdrückt ist es wohl, die sie manche Stolpersteine im Leben hat meistern lassen.