Ehenfeld. Das Feiern des Kirchweihfestes hat in Ehenfeld eine lange Tradition. Früher wurde in den Wirtshäusern des Ortes gefeiert. Als aber ab 1994 kein Wirtshaus im Dorf mehr offen war, feierte man ab 1994 beim „Melchmer“ und später beim „Kaspern“ im Stadl. Im Jahr 2000 wurde das Gemeinschaftshaus erbaut und seit dieser Zeit findet die Kirwa dort statt.
Startschuss für das lange Kirwa-Wochenende ist immer am Freitag, mit der Sportheimkirwa, organisiert von Wirtin Hildegard Brunner und ihrem Team. Nicht nur im Gastraum ging es rund sondern auch in den Umkleidekabinen und auf der beheizten Terrasse. Für die gute Stimmung sorgten die Musikanten der „D´ Barsprinter“.
Nach einer sehr kurzen Nacht machten sich die Kirwaburschen um 7 Uhr auf, um im Kirchenwald den Kirwabaum umzusägen. Geschmückt von den Kirwamoidln wurde er um 12 Uhr vor dem Feuerwehrhaus, von den Kirwaburschen aufgestellt. Angeleitet von Franz Birner und Thomas Kummer, geschah dies traditionell mit Goißn. Ausdauer muß man vor allem den Kirwaburschen attestieren, die dann am Nachmittag beim Spiel der 1. Mannschaft, auf der Löschenhöhe aktiv waren und den Zuschauern ein tolles Spiel boten. Ein souveräner Sieg war der Lohn. Dann schnell Duschen, den bereits um 18 Uhr ging es mit dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St Michael weiter, bei dem alle Kirwapaare dabei waren. Zelebriert wurde er von Pfarrer Johann Hofmann und musikalisch umrahmt von jungen Sängerinnen des Kirchenchors.
Dann ging es auf zu einem langen Abend im Festzelt am Gemeinschaftshaus, wo ab 20 Uhr die Band „Tschamstera“ den Besuchern mit flotter Musik einheizte. Die Sitzplätze waren alle schnell besetzt, was die vielen Besucher aus dem ganzen Landkreis aber nicht störte, den ab 21 Uhr war dann auch die Bar geöffnet.
Nach dem Sonntagsgottesdienst ging es im Festzelt mit einem Frühschoppen weiter. Das Wetter spielte mit und so wurde das Baumaustanzen um 15 Uhr wieder einer der Höhepunkte der Ehenfelder Kirwa. In diesem Jahr zogen die 27 Kirwapaare zu Fuß auf den Franz-Birner-Platz, vor dem Feuerwehrhaus, angeführt von den „Allerscheynsten“, die mit ihren Instrumenten den Takt vorgaben. Die große Zuschauerschar sah viele neue Tänze, wie „Ausanand-Zuanand“, „Die alte Kath“und „S´Mühlradl“, doch auch Bewährtes wie der „Watschnplattler“ durften nicht fehlen. Oberkirwapaar wurden dann Magdalena Fiedler und Leon Dolles.
Abends gingen dann die Musikanten „D´Spalter“ mit ihren Instrumenten durch das Festzelt und spielten gekonnt auf. Obwohl sich Martin Winkler bemühte die Kirwabaumverlosung so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen, konnte er bei der Vielzahl der Preise, die vorgegebene halbe Stunde nicht ganz einhalten. Glücklicher Gewinner des Kirwabaums war Lukas Berndt.
Am Montag, ab 7.30 Uhr ging es in der Küche des Gemeinschaftshauses zu wie in einem Bienenkorb. Die fleißigen Ehenfelder Frauen bereiteten die verschiedenen Speisen vor. Ab 11 Uhr konnte man sich dann Surbraten, Schnitzel nach Wiener Art, gebackenen Karpfen oder saure Bratwürste schmecken lassen. Alle Plätze des Festzeltes und des Gemeinschaftshauses waren schnell besetzt und auch ab 17 Uhr hatten die Bedienungen wieder alle Häde voll zu tun, um die Speisen an die Besucher auszuteilen. Die Möglichkeit digital zu bezahlen wurde von vielen Besuchern genutzt. Abends spielte dann die Band „Dei vo gestern“ auf und sorgte für einen unterhaltsamen Ausklang des Kirwawochenendes 2026 in Ehenfeld. Es ist immer wieder schön, wenn man sieht, wie viele fleißige Helferinnen und Helfer zum Gelingen dieser turbulenten Tage beitragen und wie sich bereits die kleinen Mädchen und Buben auf „ihre“ Kirwa freuen.