Hirschau. Vor 65 Jahren haben sich Lina und Hans Ries in Hirschau das Ja-Wort gegeben. Der geborene Hirschauer und das Münchner Kindl haben im Anwesen ihrer Eltern in der Schönbrunner Straße geheiratet. Lina Ries, geborene Reinfelder, zog mit ihren Eltern erst wieder nach dem Krieg nach Hirschau, wo ihre Mutter geboren und aufgewachsen war. Gern erinnern sich beide noch an dieses Fest, wurde dazu sogar ein Schwein und ein Kalb geschlachtet. Noch heute wohnen sie im Elternhaus von Lina Ries. Sie hat 40 Jahre bei der Firma Conrad gearbeitet. Hans Ries hat den Beruf des Maurers erlernt, dann im Autobahnbau gearbeitet, er war unter anderem beim Bau der Inntal-Autobahn dabei, bevor er dann seine Technikerausbildung gemacht hat. Danach arbeitete er 27 Jahre, bis zum Vorruhestand, am Gregor-Mendel-Gymnasium als Laborant. Gerne denkt er an diese interessante und abwechslungsreiche Zeit zurück.
Das Ehepaar hatte zwei Töchter. Den plötzlichen Tod von Tochter Angelika, mit 47 Jahren, haben sie immer noch nicht überwunden. Um so mehr freuen sie sich, dass mit Tochter Gabi und den drei Enkelkindern ein enges Verhältnis besteht.
Hans Ries war ein begeisterter Motorradfahrer und einer der Ersten, die am Monte Kaolino Ski gefahren sind. Er gehörte auch zu den Gründungsmitgliedern des Oberpfälzer Wohnmobilclubs. Zusammen haben sie mit Motorrad und Camper viele Touren durch ganz Europa unternommen. Obwohl beide noch bei guter Gesundheit sind, ist die Zeit der großen Reisen vorbei. Beide erinnern sich heute noch gerne an diese schönen Erlebnisse, die Hans Ries als Hobbyfilmer festgehalten hat und sie genießen die gemeinsame Zeit mit Haus und Garten in Hirschau.